Üben auf dem Rollator-Parcours
Der Umgang mit dem Rollator ist für ältere Menschen nicht so ganz einfach, die Nutzung wird meist so lange wie möglich hinausgezögert. Wenn es soweit ist, sollte der Umgang mit dem Hilfsmittel geübt werden.

Rollator-Parcours soll Senioren im sicheren Umgang mit dem Rollator schulen. Foto: matchka / pixelio.de
Dem will der in Köln neu eröffnete Rollator-Parcours abhelfen. Auf dem Gelände des Malteser Krankenhauses St. Hildegardis wurde er eröffnet, um die Benutzer von Rollatoren in der sicheren Anwendung dieser Gehhilfe zu trainieren. Dafür gibt es am Ende auch einen Rollator-Führerschein.
Wichtiger als das Papier ist allerdings die Erfahrung, die die Rollator-Benutzer mit nach Hause nehmen. Die örtlichen Gegebenheiten zeigen alle Hindernisse, die im Alltag auftreten können. Wie sie am besten gemeistert werden können, das zeigen die Mitarbeiter des Therapie- und Gesundheitszentrums. Zwei Stunden dauert der Kurs, der sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil gliedert. Zur Theorie gehört, die richtige Einstellung, des Rollators und Informationen über sicheres Gehen, Stehen und Bremsen, und in der Praxis müssen nicht nur Untergründe wie Kies und Gras bewältigt, sondern auch Stufen und Absätze überwunden werden. Auch Steigungen und Gefälle gehören zum Parcours, der zu durchfahren ist.
Im Alltag drohen noch andere Herausforderungen, die es zu bestehen gilt und die ebenfalls zum Training gehören. Lässt sich mit dem Rollator eine volle Kaffeetasse transportieren, ohne allzu viel zu verschütten? Wie öffne ich eine Tür, wenn ich mit dem Rollator unterwegs bin, und wie steige ich in ein Auto ein? Dass der Rollator auch noch mit ins Auto muss, auch das ist nicht ganz leicht zu bewerkstelligen.
Die Teilnehmer äußern sich überwiegend positiv über den in Zusammenarbeit mit dem Rollatorhersteller TOPRO entwickelten Kurs. Sie fühlen sich danach deutlich sicherer im Umgang mit ihrem Gefährt.